Es heißt, das Gesicht sei der Spiegel der Seele. Viele Menschen müssen unter dieser Wahrnehmung leiden. Denn wer als Folge eines Unfalls, nach einer Tumoroperation oder durch eine von Geburt an bestehende Fehlbildung optisch von der Norm abweicht, hat es im Leben oft schwer. Hier bietet die plastische Chirurgie Abhilfe.

Der Begriff „plastische Gesichtschirurgie“ wird häufig mit „ästhetischer“ oder „kosmetischer Gesichtschirurgie“ gleichgesetzt, umfasst aber im eigentlichen Sinn vor allem die rekonstruktive Chirurgie. Dazu zählen die Wiederherstellung der Körperoberfläche nach Tumoroperationen oder Unfällen sowie die Schaffung normaler Formen und Funktionen bei angeborenen Fehlbildungen, wie zum Beispiel Lippen-Kiefer-Gaumenspalten oder Kieferfehlbildungen. Die plastische Gesichtschirurgie ist daher wichtiger Bestandteil der Tumorchirurgie, sowie der kieferorthopädischen Chirurgie.

Unser Ärzteteam verfügt über langjährige Erfahrung in der Durchführung von Eingriffen der plastischen Gesichtschirurgie. Stellvertretend sei hier unser Chirurg Dr. Lanners erwähnt, der sich ein überregionales Renomee auf diesem Teilgebiet erworben hat.

Je nach Bedarf oder Behandlungswunsch des Patienten kann die Operation ambulant in einer unser Praxen, als Narkosebehandlung in der Operativen Tagesklinik Bremen-Nord oder stationär im DIAKO erfolgen. Am DIAKO steht auch die Möglichkeit der kurzzeitigen postoperativen Unterbringung in unmittelbarer Nähe zu unserer Praxis zur Verfügung, so dass eine optimale Versorgung nach der Operation auch von weiter entfernt wohnenden Patienten gewährleistet ist.

Stellvertretend für die plastisch-ästhetische Gesichtschirurgie seien die folgenden, von uns häufig durchgeführten Eingriffe erwähnt:

Die Oberlidplastik

Erschlaffte Oberlider, eventuell kombiniert mit einer genetisch bedingten massigen Lidkontur und herabgesunkenen Augenbrauen, lassen den vielzitierten Augenaufschlag undifferenziert, stereotyp und müde wirken. Soll eine Lidplastik durchgeführt werden, ist zunächst zu klären, ob die Lidhaut erschlafft ist (und nicht selten als leeres Hautläppchen auf den Wimpern aufliegt), ob das gesamte Lid zu massig erscheint (oft mit verstrichener Lidfalte) oder ob sich störende Buckel (häufig am Oberlid innen) bei ansonsten schlankem Oberlid vorwölben. Für alle diese Unregelmäßigkeiten wird der gleiche operative Zugangsweg gewählt. Doch werden dabei Haut, Muskelgewebe und Fett in unterschiedlichem Maße reduziert.

Unterlidplastik

Erschlafft die Haut des Unterlids, so dass sich störende Fältchen bilden, wird lediglich etwas Haut und ggf. Muskelgewebe reduziert. Dies führen wir direkt unterhalb der Wimpern des Unterlids durch, so dass die Narbe in aller Regel nahezu unsichtbar wird. Sollte die Haut noch straff und elastisch sein und sich lediglich der so genannte Tränensack vorwölben, wählen wir den Zugang von der Innenseite des Unterlids, so dass keinerlei äußere Narben entstehen. Der Tränensack hat übrigens mit den Tränendrüsen, die sich im Oberlid befinden, nichts zu tun.

Unter- und Oberlidplastiken führen wir in der Regel in örtlicher Betäubung ambulant durch. Der Eingriff ist bis auf die Injektion der örtlichen Betäubung schmerzlos und dauert etwa eine bis eineinhalb Stunden.

Das Stirnlift

Das Stirnlift glättet die Haut und hebt die Augenbrauen an. Auch dieser Eingriff hat in den vergangenen Jahren eine Neuerung erfahren. Heute verwenden wir eine Technik, bei der wir vor dem Vernähen unter der Haut abbaubare Widerhäkchen so am Knochen verankern, dass das Maß der Spannung feiner bestimmt werden kann und kaum Zug auf den Nähten lastet. Dies verbessert die Wundheilung deutlich und verhindert das Entstehen einer schlimmstenfalls breiten, unbehaarten Narbe in der Kopfhaut. Die Narbe hat bereits vier Wochen nach der Operation ihre alte Festigkeit wieder gewonnen. Die Häkchen hat der Körper nach etwa zwei Jahren komplett abgebaut.

Die übliche Schnittführung beim Stirnlift sollte übrigens bei Männern eher nicht angewendet werden, da sie hormonell bedingt im Laufe des Lebens immer mehr Kopfhaut zeigen. Hier reduzieren wir meistens die Stirnhaut direkt über den Augenbrauen im Verlauf einer kleinen Falte.

Hautverjüngung durch nichtchirurgische Maßnahmen

Auch ohne operative Eingriffe lassen sich bei Veränderungen wie alterungsbedingten Falten oder Altersflecken Verbesserungen erzielen. Zu diesen Methoden gehören die Hautabschleifung (Dermabrasion), das chemische Peeling sowie die Auffüllung von Falten mit Fillermaterialien (z.B. Collagen). „Dynamische“ Gesichtsfalten, die durch die Aktivität von Gesichtsmuskeln entstehen (insbesondere im Stirnbereich sowie um die Augen und den Mund herum), können mit Hilfe von Botulinumtoxin zurückgebildet werden.

Die nichtchirurgischen Behandlungsmaßnahmen zur Hautverjüngung haben in den letzten Jahren auch bei uns zunehmend an Bedeutung gewonnen. Sprechen Sie uns gerne auch auf diese Methoden an.